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Statement „Die Herausforderungen für die nächste Generation der HMI-Gestaltung“

Fast 20 Jahre bin ich nun im Bereich der HMI-Gestaltung für industrielle Applikationen unterwegs. Doch selten war so viel Dynamik im Markt. Was sind die Herausforderungen für die nächste Generation der HMI-Gestaltung? Hier ist meine persönliche Einschätzung:

IST-SITUATION IN DER HMI-ENTWICKLUNG

  • Wachsender Anteil der Software
  • Produktlaufzeiten von 10 bis 12 Jahre
  • gebrochene Windows-Dominanz
  • volatiles Marktumfeld
  • Monolithische Lösungen
  • Gebunden an ein Betriebssystem
  • Abhängigkeiten von der Hardware
  • Steigender Kostendruck

ZUKÜNFTIGE HERAUSFORDERUNGEN

Laufzeit von HMI-Software: Produktlaufzeiten von 10 bis 12 Jahren sind in der Industrie vollkommen normal. Doch wie kann man für solch einen langen Zeitraum eine Software planen? Welches Betriebssystem wird in 10 Jahren noch aktuell sein? Außerdem kann sich kein Hersteller mehr erlauben, Innovationen mit solch großem zeitlichen Abstand auf dem Markt zu bringen. Leitmessen, die alle 2 bis 4 Jahre stattfinden, erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung auch während der Produktlaufzeit.
Eine neue Generation von HMIs ist für Kunden ein großes Wagnis. Daher bleiben viele Unternehmen bei Altbekanntem und schaffen sich zusätzlich Abhängigkeiten von ihrer Hardware (Ein- und Ausgabegeräte).

Veränderte Erwartungshaltung der Nutzer: Die Smart Devices haben den Markt erobert und prägen in zunehmenden Maße die Erwartungshaltung der Nutzer in Bezug auf Bedienung und grafischer Gestaltung.

Steigender Kostendruck bei der Software-Entwicklung: Speziell die Exportmärkte außerhalb der EU erwarten kostengünstige Lösungen. Aber auch der Mangel an Fachkräften bei der Software-Entwicklung erfordert einen schonenden Umgang mit den Entwicklungsressourcen.

Industrie 4.0: Die Vision der Industrie 4.0 wird dazu führen, dass das „Bedienen und Beobachten“ an einer festen Maschine, auf der nur ein bestimmtes Produkt produziert wird, sich verschiebt in Richtung „Steuern und Planen“ für mehreren Maschine und für viele Produkte werden (siehe auch Artikel im Fachmagazin „elektrotechnik„).

Modulare und wandlungsfähige Software: Maschinen- und Anlagen werden immer flexibler eingesetzt. Dies erfordert modular aufgebaute, skalierbare und wiederverwendbare Softwarelösungen statt monolithischer Strukturen. Durch wandlungsfähige Technik entstehen wandlungsfähige HMIs. Entwicklungszeiten müssen verkürzt werden. Eine Aufgabe des Usability Engineerings ist es, eine konsistente Gestaltung zu erreichen.

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Wie steht’s um Ihre Usability? – BITKOM gibt Startschuss für große UX-Umfrage in Deutschland

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Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) führt die erste flächendeckende Umfrage zu Usability und User Experience in Deutschland durch. Die User Interface Design GmbH (UID) unterstützt bei dem Ziel, den Status Quo der benutzerzentrierten Gestaltung in Unternehmen aufzuzeigen.

Hersteller von Software und anderen interaktiven Produkten können ab sofort unter uux2014.questionpro.com an der Umfrage teilnehmen. Nach der Umfrage erhalten sie die Studienergebnisse und können ihre Aktivitäten im Benchmark mit denen der anderen Teilnehmer vergleichen.