Archiv der Kategorie: UI Patterns

UI-Gestaltungslösungen für verschiedene Designproblemen

Rindfleischetikittierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz

vitaly

Vitaly Friedmann vom Smashin Magazin hat ein paar wirklich hilfreiche HTML/CSS-Tricks aus diversen Artikeln zusammenkopiert und diese in seiner Präsentation „Dirty Tricks From The Dark Corners OF Front-End“ zusammengestellt. Wirklich schön: wie behandle in CSS ich so lange Wörter, wie „Rindfleischetikittierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“

VDI/VDE-Richtline für HMI-Gestaltung

vdi3850Ende 2015 ist die Richtlinie für die „Gebrauchstaugliche Gestaltung von Benutzungsschnittstellen für technische Anlagen“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und des Vereins der Elektrotechnik (VDE) in der aktualisierten Fassung erschienen. An der Richtlinie haben verschiedene Spezialisten aus Forschung und Industrie mitgewirkt. Die Richtlinie gibt Produktentwicklern Regeln und Empfehlungen an die Hand, wie sie die richtige Touch-Technologie auswählen und benutzerfreundliche HMIs gestalten. Die deutsch-englischsprachige Richtlinie ist über den Beuth-Verlag erhältlich (Bild: UID).

Blog zur User Experience & Web Design

Das Baymard Institute ist spezialisiert auf Nutzerstudien für e-Commerce-Anwendungen. Ihre Erkenntnisse, die in der Regel auf Ergebnissen ihrer Studien basieren, veröffentlichen Sie regelmäßig in ihrem Blog.

Viele Hinweise sind allgemeingültig und lassen sich auch auf andere Bereiche des Web-Designs übertragen, beispielsweise bei der Gestaltung von Web-HMIs. Das ist eine nützliche Quelle.

Baymard Institute

HMIs für Industrie 4.0 mal anders

IUD 2015

„Keine Folien, sondern echte Software spielerisch präsentiert“, das war unser Motto beim Industrial Usability Day 2015 in Würzburg. Gemeinsam mit Markus Buberl haben  wir einen Einblick in die Werkstatt für die HMIs der Generation 4.0 gegeben.

Dabei haben durch Rollenspiele den Bediener Herrn Kmetsch, den Manager Herrn Hinrichs und den Service-Techniker Herrn Zander zum Leben erweckt. Die Teilnehmer konnten die HMI live am Bildschirm mitverfolgen und sehen, wie die Akteuere mit Bedienpanel, Tablet und Smartphone ihre Aufgaben ganz im Sinne von Industrie 4.0 bewältigt haben. Die wichtigsten Infos wurden auf einem Flipchart festgehalten, bzw. sind in diesem Artikel nachzulesen.

Die präsentierte interaktive Demo ist online verfügbar. Die Demo kann auf verschiedenen Zielsystemen aufgerufen werden. Sie passt sich automatisch dem Zielsystem an. Durch Klick/Touch auf das Datum links oben kann zwischen dem Read-Only und dem Bearbeitungsmodus hin- und her geschaltet werden.

Der Zugang zu einem weiteren ausführlichen interaktiver Showcase kann hier angefordert werden.

Clusterworkshop „HMI – The next Generation“ am 25. März in München

Clusterworkshop

Bei der Betrachtung der Visualisierungen fühlt man sich oft um ein paar Jahre in der Zeit zurück versetzt. Aber auch im industriellen Umfeld sind die Technologien, die wir aus unserer privaten Umgebung kennen, wie Touch und Multitouch Systeme bereits angekommen. Mit dem Clusterworkshops „HMI – The Next Generation II“ möchte der Cluster Mechatronik & Automation e.V. Technologien und Methoden vorstellen, mit denen die Visualisierung in die Gegenwart geholt werden kann.

Startklar für HMIs der Generation 4.0?

Andreas Beu (Smart HMI) und Franz Koller UID) im SPS-Magazin über die Entwicklung der HMIs der Generation 4.0:  Die Welt der HMI-Gestaltung ist im Wandel. Technische Entwicklungen, veränderte Nutzererwartungen und eine sich wandelnde Arbeitswelt treffen auf ein äußerst volatiles Marktumfeld. Sie stellen die Maschinen-und Anlagenbauer sowie die Automatisierer vor eine Reihe von Herausforderungen. Diese können mit modernen Web-Technologien gemeistert werden, denn der offene Standard HTML5 ermöglicht eine völlig neue Art von Visualisierung für die Entwicklung von HMIs der Generation 4.0. Weiterlesen…

 

VDMA-Leitfaden „App-Entwicklung für die Industrie“

app awardPünktlich zur Messe SPS IPC Drives veröffentlich das VDMA Forum „IT@Automation“ den Leitfaden „App-Entwicklung in der Industrie“.

Der Leitfaden kann über den VDMA Verlag bezogen werden (Bildquelle: User Interface Design).

Skeumorphes vs. minimalistisches Design

SHMI_iPad_land_nonRetina_XenonAktuell sieht es so aus, also ob sich das flache und minimalistische Design in der HMI-Gestaltung auf breiter Front durchgesetzt hat. Rechteckige Formen mit Kante und klarer Typographie dominieren. Sie haben das sogenannte Skeuomorphe Design, wie es lange Zeit von Apple zelebriert wurde, verdrängt. Mit iOS7 hat Apple sein Gestaltungskonzept des Nachahmens realer Gegenstände nun auch zu Grabe getragen. Vorreiter des neuen Minimalismus war interessanterweise Microsoft mit dem damaligen Metro-Design, welches nun in Windows 8 ausgerollt wurde. Android hat ab Version 4 nachgezogen und nun auch Apple.

Ist das minimalistische Design nun ein Vorteil? Ganz klar, diese Designsprache wird von vielen Nutzern als moderner und frischer bewertet. Die HMIs wirken sehr aufgeräumt und signalisieren eine einfache Bedienung. Auch für die Entwickler bietet das flache Design Vorteile. Inhalte lassen sich viel einfacher auf verschiedene Zielsysteme anpassen, die Implementierung ist weniger komplex und Ladezeiten verkürzen sich.

Aber mit dem minimalistischen Design geht auch einiges verloren. Bedienelemente sind schwerer erkennbar. Der Nutzer kann seine Erfahrungen aus der ihn umgebenden physikalischen Welt nicht so ohne weiteres auf die Interaktion in der virtuellen Welt übertragen. Das minimalistische Design macht es Designern auch schwerer eine eigenständige visuelle Gestaltung für die HMI zu entwerfen.

Letztendlich muss jeder Hersteller seinen eigenen Weg finden. Aber gerade beim minimalistischen Design sind die User Interface Experten und Designer besonders gefragt.

Anbei noch einige Links zum Vertiefen des Themas

VDMA-Leitfaden zum Einsatz der Smart Devices in der Industrie

AK MAppsBereits seit über einem Jahr arbeitet der VDMA-Arbeitskreis „Mobiles, Tablets, Apps und Co.„. Im Rahmen des Arbeitskreises soll erkundet werden, wie die Smart Devices in die Produkte und Prozesse der Industrie intergriert werden können. Gemeinsam werden Herausforderungen und Lösungen diskutiert (Bildquelle: VDMA)

Nun biegt der Arbeistkreis auf die Zielgerade ein. Der Leitfaden soll im ersten Halbjahr 2014 veröffentlicht werden. Hier gibt es einen exklusievn Blick auf den Inhalt des Leitfadens (Rückmeldungen werden gerne entgegengenommen):

  • Einleitung (Motivation, Definitionen, Anforderungen der Industrie, Argumentationshilfen)
  • Erfolgsbeispiele
  • Einsatzzweck (Zielgruppen, Anwendungsszenarien, Geschäftsmodelle / Wirtschaftlichkeit, Einsatz von Smart Devices in der Industrie 4.0)
  • Entwicklung (Hardware, Betriebssysteme, Programmiersysteme, Deployment, Schnittstellen, Software-Engineering)
  • Usability / User Experience (Gestaltungsprinzipien, Interaktionsprinzipien, Responsive Design)
  • Sicherheitsanforderungen (Security, Safety)
  • Ausblick / Trends

Technologies to Watch

Das VDI Technologiezentrum DüCogniGamesseldorf und die Redaktion der VDI nachrichten haben einige Technologien zusammengestellt, die in den nächsten Jahren die Industrie verändern können (siehe VDI Nachrichten online, nur für VDI-Mitglieder). Die Technologien reichen vom autonomen Fahrzeugen, über Energiegewinnung aus Methanhydrat, bis hin zu Supraleitern in der Praxis.

CogniGame von Festo (Bildquelle: Festo)

Es werden aber Technologien aufgeführt, die die HMI-Gestaltung verändern können. Dazu gehören:

  • Smart Devices als Katalysator für das Smart Home
  • Brain Computing
  • Organische Elektronik
  • Internet der Dinge

Letzteres wird bereits sehr häufig im Zusammenhang mit dem Schlagwort „Industrie 4.0“ zitiert. In diesem Szenario werden Produktionskomponenten, wie Werkstücke, Werkzeuge, Werkstückträger, etc. über eine eigene „eingebettete Intelligenz“ verfügen. Sie können sich automatisch untereinander vernetzen und stellen so die Verbindung zwischen realer – physischer – und virtueller Welt her. Für die HMI-Gestaltung bedeutet dies, dass zukünftige HMIs adhoc auf der Basis verfügbarer Informationen und Funktionen, die die Produktionskomponenten mitbringen, zusammengemischt werden (Mashups). Auch wird es wichtig sein, dass der Nutzer an einem beliebigen Ort und zu einer beliebigen Zeit einen Blick in die Daten der Produktionskomponenten werfen kann. Dies wird den Einsatz mobiler Systeme in der Industrie, wie beispielsweise Tablets und Smartphones stark forcieren.

Die Smart Devices sollen auch endlich das Smart Home bzw. die Home-Automation  beflügeln. In der Tat steht hier inzwischen eine Technologie-Plattform flächendeckend zur Verfügung, die einen niederschwelligen Zugang zu einer Vielzahl von Haushaltsgeräten ermöglicht, vom Fernseher, über den Backofen bis hin zur Heizung. Kaum ein Hersteller, der hier nicht bereits irgendeine App zur Fernsteuerung seiner Produkte anbietet. Es fehlen allerdings die geräteübergreifenden Szenarien. Die Branche hat zumindestens die vier wichtigsten Felder identifiziert: Komfort, Sicherheit, Energieeinsparung und Gesundheit. Vergessen wird allerdings häufig, dass diese Szenarien auch irgendwie eingerichtet werden müssen. Das muss so einfach gehen, dass hier weder ein Handwerker, welcher beispielsweise die Heizung oder den Backofen installiert, noch der Endnutzer überfordert sind.

Die organische Elektronik ermöglicynoracht den HMI-Gestaltern hingegen neue Formfaktoren. Hier wird Elektronik einfach aufgedruckt. Auf diese Art und Weise lassen sich auf einer Druckmaschine flexible OLEDs, aber auch Photovoltaik-Folien erstellen, die unkompliziert auf beliebige Formen aufgebracht werden können. Das ermöglicht beispielsweise intelligente Verpackungen oder lebendige Bedienungsanleitungen.

Flexibles OLED-Display von Cynora (Bildquelle: Cynora)

Keine Science Fiction mehr ist das Brain Computing, d.h. das Steuern von technischen System nur aus Gedankenkraft.